Am Kreuz der Kreuze findet der Antikriegstag statt.
Schwerte. Die Schwerter Friedensinitiative, Pax Christi und der Arbeitskreis Schwerte-Pjatigorsk rufen auf zum Antikriegstag, der am 1. September am Kreuz der Kreuze in der Grünanlage neben dem Rathaus stattfindet.
Am 8. bzw. 9. Mai wurde in Deutschland und in Russland der 70. Jahrestag der Befreiung von der Nazi-Herrschaft und das Ende des schrecklichen Eroberungskriegs 1939-1945 begangen. Seit den späten 1980er Jahren ist in Schwerte nach der Friedens- und Partnerschaftsarbeit mit unseren westlichen Nachbarvölkern auch die Verständigung mit den Völkern im Osten durch eine zunächst höchst umstrittene Entspannungspolitik möglich geworden. In einer Zeit, die heute mit Versuchen der Einbindung der Ukraine in westliche Bündnisse wieder gefährlich auf einen Kalten Krieg zuzuschliddern droht, ist es gelungen, eine Delegation aus der russischen Partnerstadt Pjatigorsk nach Schwerte zu holen.
Gäste aus Pjatigorsk
Die Pjatigorsker Arbeitskreismitglieder und unermüdlichen Städtepartnerschaftsaktiven Salina Pudlushnaja und Anatoly Tartishew reisen zur Teilnahme am diesjährigen Antikriegstag nach Schwerte. Sie werden gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Karl Kruschel Redebeiträge auf deutsch zum Antikriegstag, zu Verständigung und Städtepartnerschaft halten.
Zu den Beiträgen aus den Arbeitskreisen Pjatigorsk und Schwerte tritt eine Spielszene, vorbereitet von der Theaterpädagogin Gerlinde Heinrich; Jugendliche gestalten den provozierenden Brecht-Text: “Und was bekam des Soldaten Weib?”
Das Gedenken an die Opfer, an die Täter und an die heutige Verpflichtung zu Frieden und Abrüstung wird eingeleitet durch die Kranzniederlegung am Kreuz der Kreuze gemeinsam mit dem DGB-Vertreter Gottfried Beier; die Botschaft der Kranzschleifen lautet: Verständigung mit Rußland! – Partnerschaft mit Pjatigorsk!


