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100 Jahre Neues Rathaus: Uwe Fuhrmann und Thomas Emde berichten “Montags im Museum”

So sah es mal aus in Schwerte.

Schwerte. Am Montag, 6. Oktober, werden Uwe Fuhrmann und Thomas Emde im Rahmen der Vortragsreihe Montags im Museum unterhaltsam und bildreich über die Entstehungsgeschichte des Neuen Schwerter Rathauses refererieren.

Der Grundsteinlegung am 29. Juni 1913 waren Jahrzehnte der Diskussion vorausgegangen: Bereits 1875 fanden Überlegungen über die Notwendigkeit eines neuen Rathauses statt: Durch die Industrialisierung wuchs die Stadt und mir ihr der Verwaltungsapparat. Das alte Rathaus war schon lange nicht mehr den Raumanforderungen gewachsen, die diversen Ämter lagen über die ganze Stadt verteilt. Die Referenten haben eine Karten und Fotographien zusammengestellt, die die alten Standorte dieser Ämter dokumentieren.

Intensive Diskussion um den Standort

Nachdem die Notwendigkeit eines neuen Rathauses erkannt war, folgte eine intensive Diskussion um den Standort. Auch die Pros und Contras der verschiedenen Möglichkeiten haben die Referenten aus städtischen Akten und Berichten der Schwerter Zeitung zusammengetragen. Eine zentrale Rolle in der Entstehungsgeschichte des neuen Rathauses spielte der Schwerter Bürgermeister Emil Rohrmann, der von 1899 bis 1926 im Amt war. In dieser Zeit fanden fundamentale städtebauliche Veränderungen statt: Neben dem Bau der Straßenbahn nach Hörde und der Eisenbahnlinie nach Iserlohn und Dortmund, entstanden auch das Amtsgericht, das Bahnhofsgebäude, das Eisenbahnausbesserungswerk, der Freischütz, das Postgebäude, das erste Gymnasium (heute FBG), die Sedanschule und natürlich das neue Rathaus.

Junger Schmitz gewann Ausschreibungs-Wettbewerb

Neben Rohrmann kommt dem Architekten Carl H.J. Schmitz eine Schlüsselrolle zu, der mit nur 27 Jahren den Ausschreibungs-Wettbewerb gewann. In Nebenrollen treten die Söhne des Schwerter Unternehmers Theodor Fleitmann als maßgebliche Finanzierer des Bauprojektes auf. Schließlich werden die Referenten vom Bau und der Fertigstellung des Rathauses berichten, sowie von Begebenheiten der ersten Betriebsjahre. Auch diese Ausführungen werden durch zahlreiche Fotographien und historische Kommentare aus Aktenbestand und Lokalzeitung plastisch und lebendig dargestellt. Unter anderem werden Fuhrmann und Emde auch die Frage beantworten, warum in einem Fenster des Amtszimmers des Bürgermeisters der Spruch „Gesetz acht als Gesetz, Geschwätz als Geschwätz“ eingearbeitet ist.

Die Referenten sind in Schwerte wohl bekannt: Uwe Fuhrmann, Touristikbeauftragter der Stadt Schwerte, Vorsitzender des Heimatvereins, Herausgeber zahlreicher Bücher über die Geschichte der alten Hansestadt an der Ruhr und nicht zuletzt Nachtwächter a.D., und Thomas Emde, Fotograf und Mediengestalter, bekannt durch diverse Vorträge und Schwerter Heimatabende, sind bei der Durchsicht alter Bauakten auf vielerlei Merkwürdigkeiten und Skurilitäten gestoßen, die sie in gewohnt lockerer Weise dem interessierten Publikum unterhaltsam präsentieren wollen.

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