Das Elsebad

Besuch nicht optimal – Elsebad plant offenes WLAN-Netz

(v.l.n.r.): Hans-Georg Winkler (Erster Beigeordneter), Andreas Roters (Vorstand Förderverein), Moh Ansari (Schwimmmeister), Brigitte Stirnberg (Vorstand Förderverein), Dieter Requardt (Geschäftsführung Elsebad), Jutta Pentling (Fachdienstleitung), Bernd Krause (Vorstand Förderverein), Heinrich Böckelühr (Bprgermeister), Thomas Holtmann (Fachdienstleitung), Thomas Wild (Vorstand Förderverein), Dr. Klaus Frye (Vorstand Förderverein), Detlev Wnuck (Vorstand Förderverein)

Schwerte. „Bürgerbäder sind ein Schatz für eine Kommune“ – so charakterisierte Bürgermeister Heinrich Böckelühr den Stellenwert, den das Elsebad für die Stadt Schwerte in seinen Augen einnimmt. Der Bürgermeister war am Freitag, 31. Juli mit dem Verwaltungsvorstand zum jährlichen Austausch mit den Verantwortlichen des Bürgerbades im Elsebad. Bei Kaffee und Kuchen – natürlich selbst gebacken – führte man in entspannter Atmosphäre ein konstruktives Gespräch miteinander.

Geändertes Freizeitverhalten

Fördervereinsvorsitzender Thomas Wild beschrieb die Besucher- und Kassenzahlen trotz gefühlt gutem Wetter in diesem Jahr als kaum verbessert gegenüber dem – schlechten – Vorjahr. Man müsse sich Gedanken über das geänderte Freizeitverhalten besonders der jungen Leute machen. Virtuelle Kommunikationsmöglichkeiten seien häufig attraktiver als die direkte Begegnung, und darunter leide auch der Freibadbesuch. Erste Reaktion: Das Elsebad plant, im nächsten Jahr mit Hilfe des Freifunk e.V. ein offenes WLAN-Netz auf dem Gelände des Bades einzurichten.

Vorbild für andere Städte

 

Dass das Elsebad mit seinem an alle Schwerter gerichteten Angebot an Sport- und Spielmöglichkeiten und an Begegnung dennoch eine Notwendigkeit in der Kommune und Vorbild für andere Städte sei, betonte Bürgermeister Heinrich Böckelühr. Während der durchschnittliche Zuschussbedarf eines kommunalen Bades rund 300.000 € pro Jahr betrage, erhält das Elsebad bisher den seit 2004 vertraglich festgelegten Betrag von 52.000 €; laut einstimmigem Beschluss des Stadtrates soll das Bürgerbad ab 2016 mit künftig 60.000 € im Jahr unterstützt werden. Das bedeutet auch eine Wertschätzung des umfangreichen ehrenamtlichen Einsatzes von rund 140 Bürgern für ihr Elsebad.

Wichtige Kooperation

Um die Erfahrung um den Nutzen eines Bürgerbades weiter zu verbreiten, unterstützt Heinrich Böckelühr auch andere im Bundesverband Netzwerk Bürgerbäder organisierte Einrichtungen; so wird er Mitte August an einer Bürgerversammlung in Ibbenbüren teilnehmen, um dort den praktischen Nutzen bürgerschaftlichen Engagements aus Sicht der Ruhrstadt deutlich zu machen.

Zum Abschluss hob Thomas Wild hervor, wie wichtig die inzwischen gewachsene gute Kooperation mit der Stadt Schwerte für das Bürgerbad ist.: „Es ist wichtig für unser Gemeinschaftsprojekt, dass wir uns in längst erprobter Weise aufeinander verlassen können.“

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