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Besucheransturm beim zweiten Nachttrödel

Geduld war angesagt bei den Besuchern des zweiten Nachttrödels am Freitag in der Rohrmeisterei. Foto: Christel R. Radix

Von Christel R. Radix

Schwerte. Der Besucherstrom beim zweiten Nachttrödel in der Rohrmeisterei am Freitag, 27. Februar, war wieder enorm. Dieses Mal wurden die Kassen bereits um 17 Uhr geöffnet, doch um 18 Uhr ging schon nichts mehr. „Es müssen zuerst ein paar Leute raus, bevor andere nachrücken können“, legte Monika Rosenthal fest, die mit Maria Grote den Nachttrödel veranstaltet.

Ein wenig Geduld ob der Wartezeiten mussten also die Nachttrödelmarktbesucher aufbringen, bevor es ans Stöbern und Feilschen ging. Doch auch das erwies sich teilweise als ein wenig schwierig – der Menschenstrom zwischen den Ausstellertischen bestimmte, wohin es ging. Zumindest in Halle 3. Einige Besucher waren etwas genervt, andere wiederum nahmen es mit Humor. „Nicht stöhnen Erika, das ist hier kein Vergnügen, das ist harte Arbeit“, sprach eine Dame lachend ihrer Freundin zu.

“Alles was das Haus so hergibt”

Viele bekannte Gesichter bei den Ausstellern: So war der Kamener Armin Redelbeck wieder mit alten Plattenspielern, Singles aus den 1960er, Donald-Duck-Heften und einem alten Filmplakat vertreten. „Das wird im Internet mit 30 Euro gehandelt“, wusste er zu berichten. Auch Eva Hasenkemper aus Hagen hatte das Konzept beim ersten Nachttrödel überzeugt und ihren Tisch mit „allem, was das Haus so hergibt“ bestückt.

Armin Redelbeck mit einem Filmplakat aus der 1950er Jahren. Foto: Christel R. Radix

Einen Besucher hatte es ein altes Bierreklameschild und ein Nagelnecessaire angetan. „Beides für je fünf Euro“, gab der Aussteller den Preis an. Dann ging es ans Handeln: „Nein, zwei Feilen fehlen.“ „Da kann ich doch nichts für.“ „Beides für acht Euro.“ So ging es hin und her. Bis die Zwei sich schließlich auf acht Euro einigten. Doch es wurde nicht nur gefeilscht, das Fachsimpeln kam auch nicht zu kurz. Nach dem Erwerb des Buches „Die Honigbiene“ am Stand von Walter Wendt-Kleinberg entspann sich ein Dialog über die Imkerei im Allgemeinen und Krankheiten der nützlichen Insekten im Besonderen.

Es wurde in Schallplattenkisten oder in Kisten voller Spielzeug gewühlt, Schuhe Mützen und Kleidung anprobiert, Bestecke wurde von Aussteller Bernd Kirchbrücher begutachtet und bewertet und viele entdeckten Dinge, nach denen sie schon lange suchten. Bis auf die wenigen Besucher denen es einfach zu voll war, sah man zufriedene Gesichter. Auf Nachfrage gaben viele Händler an, bereits nach einer Stunde ihr Standgeld eingenommen zu haben. Was dann verkauft wurde, war für die eigene Tasche.

Musik – Gaumenfreuden – Caipirinha

Selbstgemachtes, ob gestrickt, gehäkelt, genäht oder gebastelt wurde in Halle 2 angeboten: Hochzeitsalben, selbstgemachte Ohrringe und Ringe aus Schreibmaschinentasten, Mützen, Schals, Kinderkleidung und Holzfiguren von der Elfenbeinküste, aus Mali und dem Kongo wurden von Diob angeboten, der aus Paderborn angereist war.

Diob aus Paderborn bot afrikanische Holzfiguren an. Foto: Christel R. Radix

Und auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen: Peter Sturm, Sänger, Akkordeonspieler und Pianist unterhielt musikalisch, die jüngeren Besucher konnten sich beim Seifenausstechen und beim Anfertigen von Airbrushtattoos erproben und Bettina Pflüger legte Karten. Auf dem Außengelände wurden Caipirinha, Grillwürstchen, vegetarische Imbisse und erfrischende Getränke angeboten.

Originell: selbstgemachte Etagere aus Schallplatten. Foto: Christel R. Radix

 

Ob der Nachttopf wohl einen Abnehmer gefunden hat? Foto: Christel R. Radix

Ringe aus Schreibmaschinentasten. Foto: Christel R. Radix

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