Gastieren in Schwerte: Alina Kabanova und Fjodor Elesin
Schwerte. Nach den Sommerkonzerten der Konzertgesellschaft, die an unterschiedlichen Orten stattgefunden haben, ist es diesmal wieder traditionell die Rohrmeisterei, in deren Halle 2 das nächste Kammerkonzert am Donnerstag, dem 4. September 2014 um 20 Uhr, zu hören sein wird. Was kann es „Klassischeres“ geben als einen reinen Beethoven-Abend mit vollständig allen 5 Sonaten für Violoncello und Klavier, die Beethoven komponiert hat?
Musiker aus Ukraine und Russland
Als zwei „herausragende Ausnahmekünstler“, so das Presseecho, wird das „Beethoven-Duo“ in Schwerte zu Gast sein. Es gehört längst zu den gefragten Kammermusikensembles, die in der weiten Welt zuhause sind mit ihrer Kunst und Aufführungspraxis. Gerühmt in der Fachpresse wird vor allem ihr perfektes Zusammenspiel und ihr herausragend warmer, voller Ton. Für diesen klassischen Kammermusikabend hat die Konzertgesellschaft die aus der Ukraine stammenden Pianistin Alina Kabanova und den aus St. Petersburg gebürtigen Cellisten Fjodor Elesin gewinnen können, die zusammen das „Beethoven-Duo“ bilden. Beide begründen ihre Namenswahl mit der herausragenden Position Beethovens für diese musikalische Kombination Klavier – Cello, die er eigentlich erst begründet hat.
Ungewöhnlich neben der Ausschließlichkeit nur eines Komponisten, den die Künstler für diesen Abend ausgesucht haben, ist auch die Unterteilung ihres Programms für Schwerte, die sich aus der Unterschiedlichkeit der Sonaten ergibt: So gibt es diesmal zwei Pausen, einmal nach den beiden Sonaten op.5 Nr.1 und Nr.2, dann ein weiteres Mal vor den beiden Sonaten op. 102 Nr.4 und Nr. 5; dazwischen erklingt die Sonate op.69 Nr. 3.
Künstler moderieren selbst
Viele Jahre liegen zwischen den einzelnen Sonatenschwerpunkten, so dass sich in ihrer Abfolge auch chronologisch einzelne Schaffensperioden Beethovens ablesen lassen. Die beiden Sonaten opus 5 aus dem Jahr 1796 gehören eher noch zu Beethovens „Sturm- und Drang“-Jahren, die Sonate opus 69 aus dem Jahr 1808 gehört der eigentlichen hochklassischen Phase an, während die beiden Sonaten opus 102 schon das Spätwerk Beethovens einläuten. Gerade diese auch zeitliche Entwicklungsfolge nachzuvollziehen, wird ein reizvoller Aspekt dieses Abends werden, und das Publikum darf gespannt sein, wie die beiden Künstler ihre Aufführung selbst moderieren werden.
Der Vorverkauf für dieses Konzert am 4. September hat bereits bei den bekannten Verkaufsstellen begonnen – dort kosten die Karten 16 Euro (ermäßigt 8 Euro), an der Abendkasse werden sie 18 Euro kosten. Karten können auch über die Homepage der Konzertgesellschaft reserviert werden: www.konzertgesellschaft.schwerte.de
Im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen Konzertgesellschaft und Ruhrtalgymnasium gibt das Beethoven-Duo am Morgen nach seinem großen Konzert in der Rohrmeisterei noch ein „Zuckerstückchen“ für Schüler zum Besten: Die beiden Künstler werden Mozarts „Zauberflöte“ in den Mittelpunkt stellen, zunächst mit einer eigenen Bearbeitung der Ouvertüre, dann mit 2 Variationsreihen von Ludwig van Beethoven zu den Zauberflöten-Themen „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ und „Ein Männchen oder Weibchen“. Auch diese rund 50 Minuten dauernde Performance werden die zwei Künstler wieder selbst moderieren.

