Schwerte. Leben und Wirken des wsestfälischen Kaufmanns Hermann Pepper (1520-1577) ist das Thema von Prof. Dr. Wilfried Reininghaus im Rahmen der beliebten Vortragsreihe „Montags im Museum“ am 5. Mai ab 20 Uhr im Ruhrtalmuseum.
Hermann Pepper entstammte einer Familie, die im 15./16. Jahrhundert in Iserlohn, Altena und Schwerte zu Hause war. Sein Bruder Albert Pepper war nach Einführung der Refomation in Schwerte als erster Pfarrer tätig. Ein anderer Bruder, ebenfalls Albert genannt, war 1537 und 1570 Bürgermeister von Schwerte. Hermann kam 1542 als Angestellter einer Drahthandelskompanie nach Antwerpen, damals eines der größten Handelszentren der Welt. Er erweiterte sein Warenangebot zunächst um Stahl und Tuch und spezialisierte sich dann immer mehr auf den Export von Rüstungsgütern. Er kaufte Waffen bei Panzermachern in Westdeutschland ein und exportierte dann in die nord- und westeuropäischen Länder. 1557 und 1560 belieferte er die englische Krone. In großem Stil trat er als Lieferant von Rüstungen nach Schweden während des Livländischen Krieges auf. Nach 1570 zog sich Pepper aus Antwerpen zurück und
kehrte in seine Heimatstadt Schwerte zurück.
Prof. Dr. Wilfried Reininghaus leitete unter anderem das Westfälische Wirtschaftsarchiv, das Nordrhein-Westfälische Staatsarchiv in Münster und das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Der gebürtige Schwerter ist seit 2003 Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen und hat eine außerplanmäßige Professur für Landesgeschichte an der Universität Münster inne. Seit 2013 befindet er sich im Ruhestand. In jungen Jahren war er engagierter Mitarbeiter in der lokalen Sportredaktion der WR Schwerte.
Die Reihe „Montags im Museum“ wird vom Förderverein Ruhrtalmuseum e.V. organisiert. Die Vorträge finden stets am 1. Montag des Monats statt. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Freiwillige Spenden kommen dem Förderverein des Ruhrtalmuseums zugute.


