Gesellschaft

Schützenstraße 14: Netzwerk Diakonie möchte inklusives Haus einrichten

In dieses Haus in der Schützenstraße 14 will das Netzwerk Diakonie investieren.

Schwerte. Das Netzwerk Diakonie ist eine Tochter der Diakonie Mark-Ruhr und wirkt deshalb auch in Schwerte. Die Einrichtung hat ein Netzwerk für Menschen mit Behinderung, psychischer Erkrankung und Abhängigkeitserkrankungen sowie deren Angehörige geknüpft und verschiedene Wohn- und Fördereinheiten eingerichtet. So wie das Lehmhaus in Westhofen, das 2006 nach der Dezentralisierung und Verkleinerung bestehender Wohnhäuser in Iserlohn als Außenwohngruppe eingerichtet worden ist. Seine Bewohner zogen seinerzeit zurück in ihre ehemalige Heimatstadt Schwerte. Jetzt sollen in der Schützenstraße 14 Wohneinheiten für Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen entstehen, ohne das bisherige Angebot für seniorengerechtes Wohnen aufzugeben.

Zukunft in eigener Stadt gestalten

Christian Müller, Geschäftsführer im Netzwerk Diakonie, und die Fachbereichsleiter Jan Weinreich, Jens Möller, Inge Bluhm und Martina Steuber-Bodemer, die die Einrichtung in Westhofen leitet, erläuterten jetzt die Pläne. „Wir möchten, dass Menschen in ihrer eigenen Stadt ihre Zukunft gestalten können“, unterstreicht Christian Müller und stellt fest, dass Schwerte hinsichtlich abgestufter Wohnformen für das eingangs erwähnte Klientel unterversorgt ist. Jetzt sollen eben in der Schützenstraße 14 verschiedene Wohn- und Fördereinrichtungen entstehen. Die jetzigen acht Bewohner, die das seniorengerechte Wohnangebot der Diakonie Mark-Ruhr nutzen, sollen ein Teil des Projektes werden und mitgenommen werden bei der Schaffung inklusiver Wohnbereiche. In einem Treffen mit allen aktuellen Mietern hat das Netzwerk Diakonie seine Pläne erläuert – es deutet nichts darauf hin, dass die acht aktuellen Mieter ausziehen werden.

Planen die Zukunft: Christian Müller, Jan Weinreich, Martina Steuber-Bodemer, Jens Möller und Inge Bluhm (v.l.)

Individuelle Lösungen schaffen

Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen gerecht werden zu können, sollen im Rahmen notwendiger Sanierungsmaßnahmen auch im energetischen Bereich individuelle Lösungen geschaffen werden. Eine 24-Stunden-Betreuung liegt im Bereich des Möglichen. Die gegenseitige Unterstützung der Bewohner ist gewünscht. Alles Handeln im Netzwerk Diakonie ist getragen vom Leitbild und damit auch vom Grundgedanken der Inklusion, also der vollen Teilhabe aller Menschen am Leben der Gesellschaft von Anfang an.

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